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Energiekonzerne
(Essay vom 15.10.2014, Autor: Anaximander):

Es war in der Königsstrasse in Stuttgart vor wenigen Jahren. Wir von Greenpeace sammelten Unterschriften gegen Bürgschaften der Regierung für die Atomindustrie bei Auslandsgeschäften.

Ein Herr im mittleren Alter fragte mich: "Wenn kein Atomstrom, was dann? Wir müssten dann doch auf Kohle umsteigen. Und Kohle ist reichlich vorhanden in Deutschland."
Der Vattenfall Konzern verklagt dieser Tage die Bundesregierung wegen ihrem Atomausstieg auf einige Milliarden Euro.
Auch im Braunkohleabbau ist Vattenfall in Deutschland sehr aktiv und schert sich insgesamt wenig um sein Image.

Vattenfall

Das Desertec Projekt ist scheinbar so gut wie gescheitert. Einzig verblieben: Neben einem arabischen Energiekonzern, RWE. Das Saubermann Image der RWE durch die Fernsehwerbung und dem Verbleib im Projekt hat einen Haken: Einerseits war Desertec bis Dato ein zahnloser Tiger wenn es um den Ausbau von Wüstenstrom geht. Andererseits verfolgt RWE einschlägige Wirtschaftsinteressen.
Die Solarbranche wird in der Fersehwerbung von RWE subtil reduziert auf eine Vogelscheuche mit Photovoltaikbetrieb.

Vogelscheuche

In der öffentlichen Debatte wird der schlafende Riese Wüstenstrom stiefkindlich behandelt.
Ein Bekannter sagte mir einst: "Wenn man dort  Strom produziert, werden sie ihn behalten..." Dabei ist es längst ein alter Witz dass die Sahara inklusive der Wind- und Wellenenergie und modernen Speicherkapazitäten der ganzen Welt permanent Energie liefern könnte. Was haben wir zu verlieren? Finanzielle Kosten von ein paar Prozent des Weltbruttosozialprodukts. Und wir haben eine ganze Welt, inklusive dem Dank von Generationen nach uns, zu gewinnen.